Bredebusch.de - Die Namens-Seite


Allgemeine Informationen

 

Teil 1

Ich habe mit den Informationen aus meiner Familie angefangen, mit den Familienstammbüchern meiner Eltern und Großeltern. Und natürlich den persönlichen Informationen, die ich selber hatte oder die ich in meiner Familie erfragt habe. So macht es wohl jeder. Als nächstes habe ich im Internet gesucht. Es gibt für die Ahnenforschung sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Internetseiten, die ein breites Spektrum an Informationen anbieten. Der Name Bredebusch kommt ja nicht so häufig vor und dementsprechend habe ich auch schnell einiges gefunden. Allerdings ist mir aufgefallen, dass öfters zur vermeintlich gleichen Person unterschiedliche Informationen gelistet wurden, auf der gleichen Web-Seite. Als Quelle wurde jeweils ein Kirchenbuch angegeben, das Kirchenbuch selber war aber nicht verfügbar. Das war mir einfach zu unsicher, daher ist mein erster schöner Internet-Familienstammbaum, der bis 1656 zurückreichte, ganz schnell wieder im Müll gelandet.

In den letzten Jahren wurden sehr viele Kirchenbücher gescannt und archiviert. Diese stehen jetzt auch jedem digital zur Verfügung, allerdings kostenpflichtig. Ich nutze die Internetrecherche als Anhaltspunkt und suche mir den entsprechenden Kirchenbucheintrag heraus. Je älter die Kirchenbücher sind, umso weniger Informationen wurden von den Pastoren aufgeschrieben, irgendwann nur noch der Name des Kinders, das Taufdatum und der Name des Vaters. Auch damals gab es schon Modenamen, die eine korrekte Zuordnung nicht einfacher machen.

Andere Internetinformationen, wie z. B. Meldelisten, Scans von Einwanderungslisten, Fotos von Grabsteinen, etc. werte ich direkt aus und übernehme die Daten. Bei aktuellen Daten bin ich auf persönliche Informationen angewiesen, da der Datenschutz es den Behörden untersagt, Daten zum Zwecke der Ahnenforschung herauszugeben. Die Geburtenregister werden nach 110 Jahren, die Eheregister nach 80 Jahren und die Sterberegister nach 30 Jahren archiviert und stehen erst dann für Nachforschungen zur Verfügung.

 

Teil 2

Ich habe schnell gemerkt, dass ich ein Programm benötige, um die immer größer werdende Datenmenge zu verwalten. Ich erfasse in dem Programm alle Personen mit den verfügbaren Daten und die Quellen, aus denen ich diese Informationen habe. Wenn ich im Laufe der Nachforschungen weitere Informationen finde, werden diese ergänzt und auch die Quelle hinzugefügt. Aus diesem Grunde kommt es regelmäßig vor, dass es mehrere Quellenangaben gibt (z. B. werden die Namen der Vorfahren in einem Familienbuch genannt und später kann ich im Personenstandsregister oder im Kirchenbuch die Geburtsdaten oder Sterbedaten finden). Alle verfügbaren Dokumente und Bilder sind in digitaler Form bei der Person hinterlegt, werden aber nicht von mir im Internet veröffentlicht.

Bisher habe ich den Fokus auf die Datensichtung und Erfassung gelegt. Mit dem Aufbau dieser Internetseite hat sich einiges daran geändert. Bei der Erstellung von Übersichten und Berichten ist mir aufgefallen, wo ich noch bei der Datenerfassung nacharbeiten muss. Außerdem bietet das Programm noch viele weitere Funktionen, mit denen ich mich noch gar nicht auseinandergesetzt habe. Dazu gibt zu einem späteren Zeitpunkt weitere Details.

 

Teil 3

Glücklicherweise ist im Jahre 2017 von der Chronikgruppe Vehlage die Chronik "775 Jahre Vehlage" herausgebracht worden. Ich werde häufig auf diese Chronik zurückgreifen, sie war und ist eine große Hilfe. Die Chronik ist auch als Quelle hinterlegt.

In der Chronik werden in der "Urbar der Vogtei Alswede" von 1717 die Höfe Dreweß Brehdebusch (Nr. 15) und Henrich Brehdebusch (Nr. 16) genannt. Diese beiden Familien haben wahrscheinlich einen gemeinsamen Ursprung, aber der ist nicht belegt. Zu diesen Höfen gehörten weiterhin "Heuerlingshäuser" mit den Bezeichnungen "bei Nr. 15" und "bei Nr. 16". Zu einem Hof konnten durchaus auch mehrere Heuerlingshäuser gehören. Da in den Kirchenbüchern die Hofnummern stehen, behalte ich diese grobe Aufteilung auch hier bei; zumindest solange, wie ich keine bessere Variante gefunden habe. Die Hofnummern sind auch eindeutiger, als die Hofnamen. Da ändert sich schon mal die Schreibweise der Namen im Laufe der Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte. Die ursprüngliche Nummerierung der Höfe ist vermutlich nach deren Größe erfolgt. Anschließend bekamen neue Höfe/Häuser einfach die nächsthöhere Hausnummer. Dementsprechend sind die Höfe 15 und 16 auch nicht benachbart, sondern hatten seinerzeit nur eine ähnliche Größe.

Früher gehörten die Ländereien entweder dem Adel oder der Kirche. Die Bauern durften die Flächen bewirtschaften und mussten dafür Abgaben leisten. In den Kirchenbüchern und später auch im Personenstandsregister wurden diese Bauern als Colonus (auch Colon oder Kolon) bezeichnet. Unter diesem Begriff ist eine Art Erbpacht zu verstehen, die regional sehr unterschiedlich ausgestaltet ist.

In den Kirchenbüchern taucht auch der Begriff Heuerling auf. Die Heuerlinge wohnten auf dem Gelände des Bauern in einem separaten Gebäude des Bauern mit einer kleinen Parzelle Land für die Eigenversorgung und waren verpflichtet, dem Bauern als Gegenleistung bei Bedarf ihre Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen, meistens in der Erntezeit oder auch im Winter bei Waldarbeiten. Heuerlinge waren häufig Familienmitglieder, die nicht zu den Hoferben gehörten oder andere Verwandte. Meine Großeltern väterlicherseits und meine Eltern lebten bis 1959 im Heuerlingshaus bei Nr. 34, das zum Hof Nr. 34 Klostermann gehörte, und haben natürlich auf dem Hof mitgeholfen.

Weitere Begriffe aus den Kirchenbüchern sind auch Ackersmann (ein Gespannhalter, der landwirtschaftliche Arbeiten gegen Bezahlung ausführte) und Neubauer (ein neuer Siedler auf einem landesherrlichem Grundstück).

Ich habe die alten Bezeichnungen unverändert bei den Personendaten unter "Beruf" aufgenommen.

 

 

letzte Aktualisierung: 27. April 2026

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