Ich habe mit den Informationen aus meiner Familie angefangen, mit den Familienstammbüchern meiner Eltern und Großeltern. Und natürlich den persönlichen Informationen, die ich selber hatte oder die ich in meiner Familie erfragt habe. So macht es wohl jeder. Ich habe dann sehr schnell gemerkt, dass ich ein Programm benötige, um die immer größer werdende Datenmenge zu verwalten. Ich erfasse in dem Programm alle Personen mit den verfügbaren Daten und die Quellen, aus denen ich diese Informationen habe. Wenn ich im Laufe der Nachforschungen weitere Informationen finde, werden diese ergänzt. Aus diesem Grunde kommt es regelmäßig vor, dass es mehrere Quellenangaben gibt (z. B. werden die Namen der Vorfahren in einem Familienbuch genannt und später kann ich im Personenstandsregister oder im Kirchenbuch die Geburtsdaten oder Sterbedaten finden). Vorhandene analoge Dokumente habe ich digitalisiert (gescannt).
Glücklicherweise ist im Jahre 2017 von der Chronikgruppe Vehlage die Chronik "775 Jahre Vehlage" herausgebracht worden. Ich werde häufig auf diese Chronik zurückgreifen, sie war und ist eine große Hilfe. Die Chronik ist auch als Quelle hinterlegt.
In der Chronik werden in der "Urbar der Vogtei Alswede" von 1717 die Höfe Dreweß Brehdebusch (Nr. 15) und Henrich Brehdebusch (Nr. 16) genannt. Diese beiden Familien haben vermutlich einen gemeinsamen Ursprung, aber der ist nicht belegt. Zu diesen Höfen gehörten weiterhin "Heuerlingshäuser" mit den Bezeichnungen "bei Nr. 15" und "bei Nr. 16". Zu einem Hof konnten durchaus auch mehrere Heuerlingshäuser gehören. Da in den Kirchenbüchern die Hofnummern stehen, behalte ich diese grobe Aufteilung auch hier bei; zumindest solange, wie ich keine bessere Variante gefunden habe. Die Hofnummern sind auch eindeutiger, als die Hofnamen. Da ändert sich schon mal die Schreibweise im Laufe der Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte.
Früher gehörten die Ländereien entweder dem Adel oder der Kirche. Die Bauern durften die Flächen bewirtschaften und mussten dafür Abgaben leisten. In den Kirchenbüchern und später auch im Personenstandsregister wurden diese Bauern als Colonus (auch Colon oder Kolon) bezeichnet. Unter diesem Begriff ist eine Art Erbpacht zu verstehen, die regional sehr unterschiedlich ausgestaltet ist.
In den Kirchenbüchern taucht auch der Begriff Heuerling auf. Die Heuerlinge wohnten auf dem Gelände des Bauern in einem separaten Gebäude des Bauern mit einer kleinen Parzelle Land für die Eigenversorgung und waren verpflichtet, dem Bauern als Gegenleistung bei Bedarf ihre Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen, meistens in der Erntezeit oder auch im Winter bei Waldarbeiten. Heuerlinge waren häufig Familienmitglieder, die nicht zu den Hoferben gehörten oder andere Verwandte. Meine Großeltern väterlicherseits und meine Eltern lebten bis 1959 im Heuerlingshaus bei Nr. 34, das zum Hof Nr. 34 Klostermann gehörte, und haben natürlich auf dem Hof mitgeholfen.
Weitere Begriffe aus den Kirchenbüchern sind auch Ackersmann (ein Gespannhalter, der landwirtschaftliche Arbeiten gegen Bezahlung ausführte) und Neubauer (ein neuer Siedler auf einem landesherrlichem Grundstück).
Ich habe die alten Bezeichnungen unverändert bei den Personendaten unter "Beruf" aufgenommen.
letzte Aktualisierung: 20. März 2026
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